rot, gelb, grün …… go: ein visuelles Leitsystem

Alle kennen die Ampel und wissen wozu sie da ist.

Viele finden dieses Leitsystem hilfreich und halten sich an deren Regeln.

Andere spielen damit.   

Ich strukturiere mit diesem Vorwissen  Lehr- und Lernprozesse.

1. Im Lernraum die  Auftragslage klären

   Besucher: Es hat mich jemand hierher geschickt!

 Kläger: Wegen euch muss ich hier sein!

Kunde: Ich bin hier weil ich …. lernen will!

Lernort Toilette: Schülerinnen da abholen wo sie gerne sind.

„Schön sein, das wollten sie, die Mädchen aus dem 7. Jahrgang. Einige kamen mit gefüllten beautycases zum Unterricht, aber ohne Stifte, Radiergummi oder sonstiges Arbeitsmaterial. Am Ende der Stunden rannten sie aus der Klasse in Richtung Mädchentoilette um sich „zurecht zu machen“ für die Pause. Und darin waren sie wirklich Expertinnen: Glitzernd betraten sie den Schulhof und erhielten die Bewunderung die ihnen zustand. In Sache `Lernen` waren sie nur Besucherinnen unsere Schule.

Zusammen mit der italienischen Künstlerin Franca Sferlazza begannen wir ein Toilettenprojekt und gestalteten diese zu einem wunderschönen „Boudoir für Damen“, mit vergoldeten Spiegeln und guter Beleuchtung, sowie Wandmalereien und auf Kacheln gemalten arabischen Mustern. Sie lernten: Bücher zu studieren, Entwürfe zu machen, Modelle zu bauen, Kostenvoranschläge zu erstellen, Einkaufsplanung, Budgetverwaltung und Moderationstechniken um die Mitschülerinnen zu überzeugen, dass diese ihre Kunstwerke nicht wieder zerstörten. Im Rahmen unseres Projektes zur Gewaltprävention gewannen sie einen Preis für den besten Entwurf, vor allem aber Selbstvertrauen bei einem persönlich bedeutsamen Projekt. Kundig machen wollten sie sich nur, wenn es um ihre Schönheit und deren Wirkung auf Jungs ging.“ (vgl. Die „Auftragslage“ im „Unternehmen“ Schulklasse – Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer im Dialog, Gertrud Graf (2008)in Horstkemper, Ludwig, Schubarth (Hg.), Bildungs- und Erziehungskontrakte als Instrumente von Schulentwicklung, Expertise, Bildungsforschung Band 21, Bonn, Berlin )

2. Das Ampelmännchen als visuelles Leitsystem im Lernraum

3. Die Ampel als Bewertungssystem für das Korrekturbüro

Im Korrekturbüro bearbeiten Jugendliche, die sich selbst als ExpertInnen für einen Bereich sehen, alle Texte die zur Benotung freigegeben wurden. Sie bewerten entsprechend ihrer Einschätzung und ich als Lehrerin habe ein Vetorecht.

4. Spam im Kunstunterricht

  Auch im Kunstunterricht haben wir eine Vorzensur. Produkte die in die „Spamkiste“ sortiert werden sind außerhalb der Wertung. Nur die Bilder in der grünen Kiste erhalten eine Note.

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